Bericht Interclassics Maastricht 2023

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Die erste Oldtimer Messe im Jahr und das Unweit von Zuhause, dass ist die Interclassics in Maastricht, 140 Kilometer vom heimischen Showroom entfernt. 

Aufgrund anderer Termine konnten wir erst am Sonntag, also am letzten Messetag hinfahren. Das Feedback von Bekannten die früher hinkonnten ist positiv gewesen, also kein Grund nicht zu fahren :-)

Positiv - dass muss man einfach schon mal sagen, ist der Punkt gewesen das man nicht rumsuchen musste wo es Parkmöglichkeiten gibt, es wurde zügig eingewiesen. Wir waren gegen 9.30 vor Ort, um 9.00 öffneten die Tore. Auch der Besucherandrang war zunächst verhalten, dafür waren die Hallen angenehm warm geheizt. Kein Vergleich z. B. zu Stuttgart letztes Jahr wo es permanent gezogen hat. 

Ticketpreis an der Tageskasse pro Nase 20 Euro, Parken je Stunde 4 Euro. Für gute 3 1/2 Hallen okay, aber eben auch nicht günstig. 

Die diesjährige Interclassics Stand im Zeichen der "Dutch Grand Prix Classics" - klang größer als es am Ende wirklich gewesen ist. 

Dutch Grand Prix Classics
Die Exponate bewegten sich zeitlich vor allem zwischen den 1970ern bis in die 2000er Jahre. Es war auffällig, dass a) relativ viele Youngtimer zu sehen waren als auch b) überdurchschnittlich viele Fahrzeuge aus Maranello zum Verkauf standen. 
Anbei einige Impressionen von Fahrzeugen die mir ins Auge gefallen sind:
Maserati
Ford Granada 2.8
Glas 3200 V8 von C.O.G. Classics aus Düsseldorf
Alpina B10 V8 Touring
Volvo 480 ES
VW Golf I Cabriolet für über 25.000 Euro
Das Preisniveau war sehr unterschiedlich. Für gängige Klassiker die wir auch regelmäßig haben, wie VW Golf I Cabriolet, Fiat 500 oder BMW E30 war das Niveau wie in Deutschland üblich auch auf der Messe eingepreist. Eine Vielzahl von angebotenen E30 320i Cabriolets lag bei 19.990 Euro, während der Fiat 500 je angeblichen Zustand zwischen 9 und 18.000 angeboten wurde. 
Was auffällig gewesen ist, nahezu alle Fahrzeuge hatten Laufleistungen von unter 120.000 Kilometern. Das mag natürlich im Einzelfall stimmen, wenn man aber bedenkt, dass beinahe die komplette Tachodreherindustrie auf der niederländischen Seite der Grenze hockt, kann man sich auch seinen Teil dazu denken. 
Dazu kommt ein typisch niederländisches Phänomen, dass man die Autos gut in Szene setzt, auch entsprechend aufbereitet, aber nicht zu gut gucken sollte. Bei mehr als einem Fahrzeug sah man von unten dicke Tropfen an Motor und Getriebe hängen. Als Beispiel mal dieser Fiat 500 von unten:
Fiat 500 von unten
Man sieht, dass partiell vermutlich mit Bremsenreiniger versucht wurde das Gröbste zu reinigen, man sieht aber auch klar das sich in Kürze frische Tropfen sich auf den Weg zum Hallenboden machen werden. 
So sah dann z. B. auch der M635 in Arktisblau der für 57.500,00 Euro angeboten wurde von unten aus. So einen Wagen haben wir ja gerade selber da, und da funktioniert a) alles und b) ist der Furztrocken. 
Das Händlerfeedback war - zumindest mit denen die ich gesprochen habe, sehr positiv. Es bleibt auch zu erwähnen, dass die Ausstellerfläche mit 47,50 all in, bei etwa der Hälfte liegt was die Techno Classica kostet. 
Das Fazit, nach 2 1/2 Stunden und einem intensiven Rundgang (dann quengelte die Frau durchgehend :-( ) war eher positiv von der Veranstaltung an sich, die gebotene Vielfalt blieb ebenso positiv in Erinnerung. Der Zustand der Fahrzeuge im Detail weckte denke ich berechtigte Zweifel ob alles Gold ist was glänzt.

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